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Heute ist Montag.

Heute ist Montag. Der Montag nach einem schrecklichen Wochenende. Nach Tagen gefüllt mit Schock, Trauer, Mitgefühl, Entsetzen und Hilflosigkeit. Nach Tagen, die ich durch einen Filter miterlebt habe und mit meinen Gedanken im (eigentlich doch so schönen) Paris war. Wir haben am Freitag beim Fußballspiel ‚live‘ mitbekommen, wie die Fußballspieler bei den Detonationen kurz irritiert waren und aufgehört haben zu spielen, wie der Stadionsprecher schon eine halbe Stunde vor Abpfiff die ersten Informationen zu den schrecklichen Taten in Paris erhalten hat, wie die Pariser von den Ereignissen erfahren haben, wie Sportmoderatoren trotz Angst und Unsicherheit die Lage gemeistert und uns am Fernseher auf dem Laufenden gehalten haben. Wir saßen vorm Fernseher, waren parallel bei Twitter und konnten einfach nicht begreifen, wie die Anzahl der Toten immer weiter anstieg. Bis in die Nacht haben wir auf neue Informationen gehofft, konnten einfach nicht schlafen gehen und unsere Gedanken ordnen. Was sind das für Menschen, was für Überzeugungen, die erlauben oder gerade beinhalten, unschuldige Menschen in den Tod zu reißen? Die das eigene Leben dem Glauben und den Ideologien unterordnen und so Menschen mit Sprengstoffgürteln hervorbringt?

Es wurde schon viel geschrieben, viel gesagt und daraus sind wieder neue Diskussionen entstanden. Ich habe mir Artikel durchgelesen, einige Ansichten aufgenommen, verinnerlicht und dabei meine persönliche Meinung nur noch bekräftigen können: Krieg kann nicht mit Krieg bekämpft werden! Was wir brauchen ist Liebe, Aufklärung, Offenheit! Denn nur schlimme Ereignisse machen aus Menschen, schlimme Menschen. Oder verändern etwas in Ihnen, so dass sie sich nur noch in einer radikalen Überzeugung sicher und wertvoll fühlen. Um solche Ideologien zu bekämpfen, müssen wir zusammen halten und stark bleiben. Wir müssen uns das, was wir aus unserer eigenen Geschichte gelernt haben, vor Augen führen und dürfen nicht in Fremdenhass und Aggressivität umschwenken. Krieg kann nicht mit Krieg bekämpft werden! Wir sollten weiter an eine gewaltfreie, gemeinschaftliche Zukunft glauben, darüber sprechen und uns (auch im Kleinen) mit Menschlichkeit dafür stark machen. Das ist diesen Zeiten schwierig, aber gerade jetzt umso wichtiger!

Heute ist Montag..

Die letzten 2 Tage war ich weder auf Instagram, noch auf Snapchat oder dem Blog aktiv. Ich war so getroffen von den Geschehnissen am Freitag, dass ich es geschmacklos gefunden hätte, euch mit Mode- oder Lifestyle-Content zu versorgen. Heute wollte ich wieder starten, denn dieser Blog, dieses Social Media-Leben ist eben auch mein Job und so wie jeder andere heute wieder zur Arbeit gehen musste, wollte auch ich mich an den Schreibtisch setzen und den ersten Beitrag der Woche vorbereiten. Aber es ging irgendwie nicht – so kommentarlos weiterzumachen. Deswegen habe ich versucht meine Betroffenheit in diesem Beitrag in Worte zu fassen. Ein Beitrag, der vom eigentlichen Inhalt des Blogs so sehr abweicht, aber unbedingt geschrieben werden musste. Denn ich musste euch sagen, dass ihr mit euren Gedanken nicht alleine seid, wir gemeinsam mit dem Herzen in Paris sind und um die vielen Opfer der Anschläge trauern.

 
#prayforparis
Bild via Instagram
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1 Comment

  • Reply Julia Lanea

    Das hast du gut geschrieben. Mir ging es genauso, wir saßen die halbe Nacht vor N24 und haben gehofft, dass das Ganze niht noch schlimmer wird. Wurde es aber von Minute zu Minute. Es war der pure Horror und ich kann mir nicht ausmalen, wie es den Angehörigen und Freunden der Opfer jetzt gehen muss. Ich bin immernoch geschockt, genau wie du. Aber natürlich hast du Recht, das Leben muss weitergehen und ich finde es toll, dass du hier ein paar Worte schreibst. Habe ich mir auch überlegt, aber ich wollte nicht das selbe schreiben wie jeder und habe mich nicht kreativ genug gefühlt, meine Worte gut zu verpacken. Dir ist das aber super gelungen. Danke für diesen Post!

    16. November 2015 at 19:01
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